Wie du Schreibblockaden überwindest | Kopfstandtechnik

Wie du Schreibblockaden Überwindest | Kopfstandtechnik

Hei zusammen,

heute verrate ich euch einen ganz einfachen Tipp, mit dem ihr Schreibblockaden überwinden könnt.

Sicher kennt ihr das Problem, dass ihr an eurer Geschichte arbeitet und plötzlich kommt eine neue Wendung und … nichts. Ihr hängt. Wie soll es jetzt weitergehen? Egal, wie lange ihr das Papier oder den Bildschirm anstarrt, es will einfach keine Idee kommen.

Keine Sorge, ihr seid nicht die Einzigen mit diesem Problem. Unzählige Berufe fordern, dass neue Ideen wie auf Knopfdruck generiert werden sollen. Vielleicht erzählen euch einige dieser kreativen Köpfe, dass sie keine Techniken anwenden, aber glaubt mir, in Wahrheit haben diese Personen nur genug Kreativitätstechniken verinnerlicht, dass sie gar nicht bemerken, dass sie welche anwende. Deshalb heute von mir ein Tipp, der euch vielleicht hilft.

Um die Methode zu verdeutlichen, habe ich ein Beispiel für euch vorbereitet:

Aaron und seine treuen Gefährten hocken in ihrem Versteck vor den Toren der Finsterburg. Der böse Fürst Isegrim hat Aarons Geliebte, Prinzessin Evelyn, entführt und möchte ihr mit Hilfe von Folter das Versteck des Kristalls der Macht entlocken. Die Heldengruppe überlegt einen Plan, wie sie die Prinzessin und somit das Königreich retten können.

Die Kopfstandtechnik

Die Kopfstandtechnik ist wahrscheinlich die einfachste und schnellste Methode, um ein Problem zu lösen. Vorausgesetzt, man lässt sich auch wirklich darauf ein. Sie besteht aus vier Schritten, die ihr nacheinander befolgen müsst und lässt sich auch in der Gruppe anwenden.

1. Kehrt das Problem um

Höchstwahrscheinlich hängt ihr gerade, weil sich euer Kopf auf das Problem eingeschossen hat und krampfhaft nach dessen Lösung sucht. Das Hinderliche dabei ist jedoch, dass er sich dabei selbst davon abhält, eine wirklich kreative Lösung zu finden. Deshalb brecht aus eurem Denkmuster aus, indem ihr das Problem einfach ins Gegenteil verkehrt. Vermeidet dabei jedoch die Begriffe „nicht“ oder „kein“, sondern formuliert das Problem komplett um.

Beispiel: Aaron überlegt, wie er die Prinzessin vor der Folter retten kann.
Umkehrung der Fragestellung: Was kann Aaron tun, damit die Rettung seiner Geliebten vor der grausamen Folter fehlschlägt?

2. Überlegt euch Lösungen für die umgekehrte Problemstellung

Das ist wahrscheinlich der spaßigste Teil dieser Methode. Überlegt euch, wie genau das Gegenteil von dem erreicht werden kann. Hier dürft ihr auch gerne ins Absurde abdriften, denn häufig entstehen neue Ideen aus Gedankengängen, die eigentlich keinen Sinn ergeben.

Beispiel:
• Aaron metzelt seine Gehilfen nieder und bringt sich danach selbst um
• Statt die Prinzessin zu retten, wendet er sich von ihr ab und sucht sich eine neue Geliebte, um über seinen Verlust hinwegzukommen
• Er sprengt die Burg und tötet somit alle, die sich in ihr befinden
• Er hilft dem Schurken und foltert Prinzessin Evelyn selbst

3. Verdreht die Lösung für euer umgekehrtes Problem

Ja, ihr habt richtig gelesen. In euren Notizen solltet ihr viele Ideen haben, wie das Vorhaben eurer Protagonisten scheitern kann. Einerseits ist das gut zu wissen, andererseits bringt euch das nicht wirklich weiter (wenn doch: Glückwunsch!). Ich muss euch jetzt vorwarnen, es könnte absurd werden, denn dieser Schritt verdreht alles endgültig. Doch genau an diesem Punkt könntet ihr eure geniale Idee entdecken oder zumindest sehr viel Spaß haben. Arbeitet einfach einen Punkt nach dem anderen ab und formuliert die Ideen verdreht neu. Wie bereits gehabt vermeidet ihr dabei die Begriffe „nicht“ und „kein“.

Beispiel:
• Aarons Gehilfen metzelt ihn nieder und bringen sich danach selbst um
Statt gerettet zu werden, wendet sich die Prinzessin von Aaron ab und sucht sich einen neuen Geliebten
• Die Burg sprengt sich selbst und tötet alle, die sich in ihr befinden
• Der Schurke hilft Aaron, Prinzessin Evelyn zu foltern

4. Entwickelt konkrete Lösungsansätze, wie ihr erarbeiteten Ideen erreichen könnt

Ich gratuliere euch. Jetzt habt ihr ganz viele Ansätze, wie ihr weitermachen könnt. Wahrscheinlich würden einige eurer Ideen ins Nichts führen und eure Geschichte abrupt beenden, wie in dem Beispiel der Massensuizid. Doch einiges ist wahrscheinlich sehr brauchbar und bringt euch weiter. Sucht euch einfach einen Punkt aus, der euch besonders interessant erscheint und versucht zu überlegen, wie es dazu kommen könnte. Sollte der Punkt nicht funktionieren oder ihr kommt nicht weiter, nehmt euch einfach eine andere Idee und probiert es mit dieser. Ansätze solltet ihr jetzt genug haben.

Beispiel: Der Schurke hilft Aaron, Prinzessin Evelyn zu foltern
Lösungsansatz: Aaron versucht, sich in die Reihen der Schurken einzuschleichen und die Rolle des Foltermeisters einzunehmen. Fürst Isegrim wohnt der grausamen Szene bei und befiehlt, was der armen Prinzessin angetan werden soll.

Wie ihr seht, können mit dieser Methode sehr interessante Ideen entwickelt werden, mit denen ihr vielleicht vorher nicht gerechnet habt. In unserem Beispiel konnten wir zwar die Folter der Prinzessin nicht verhindern, dafür ist unser Held ihr aber räumlich nahegekommen und hat die Möglichkeit, zumindest ihr Leben zu retten. Auch, wenn er dafür einen grausamen Preis bezahlen muss. Vielleicht ist das nicht der Weg, den ihr ursprünglich im Kopf hattet, aber es ist eure Geschichte und ihr habt die Möglichkeit auch eine andere Idee zu wählen. Und eure Schreibblockade sollte überwunden sein. Oder kommt ihr auch jetzt nicht weiter, weil ihr nicht wisst, wie euer Held sich ein die Burg einschleichen soll? Kein Problem, denn ihr wisst jetzt eine Möglichkeit, wie ihr die Lösung finden könnt.

Eure,Signatur Jane Yver

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